Bei der Entwicklung einer Textnachrichtenstrategie sollten Unternehmen ein klares Verständnis ihrer Kommunikationsbedürfnisse, der SMS-Verteilungskapazitäten ihrer Partner und der gesetzlichen Einschränkungen, die für Nachrichten in verschiedenen Ländern gelten, haben.

Dieser Artikel bietet einen Überblick über die SMS-Funktionen von Aircall und wichtige bewährte Verfahren, um Ihrem Unternehmen zu helfen, konforme und effektive Textnachrichtenkommunikation sicherzustellen.

Aircall SMS-Funktionalität

Aircall ermöglicht es Kunden, mit ihren Klienten über zweiseitige SMS-Nachrichten, auch bekannt als Konversationelle SMS, zu kommunizieren.

Aircall unterstützt keine automatisierten oder einseitigen SMS-Nachrichten, die häufig in Marketingkampagnen verwendet werden. Wenn Ihr Unternehmen diese Funktionalität benötigt, erkunden Sie bitte unsere unterstützten Drittanbieter-SMS-Lösungen.

Erwartung Ihrer Nachrichtenanforderungen

Definieren Sie vor der Implementierung von SMS-Kommunikation klar Ihre Nachrichtenbedürfnisse. Die folgenden Faktoren helfen dabei, die passendste Einrichtung für Ihr Unternehmen zu bestimmen. Bitte teilen Sie diese Details mit unserem Customer Success Team, damit wir die richtige Lösung empfehlen können.

Definieren Sie Ihre Nachrichtenbedürfnisse

KategorieOptionen
NachrichtenkanalGetrennter Kanal (dedizierte Nummern für Nachrichten) / Ergänzender Kanal (Nummern, die sowohl für Sprache als auch Nachrichten verwendet werden)
AnwendungsfallInterne Kommunikation / Externe Kommunikation (Marketing, Vertrieb oder Support)
Ausgehendes SMS-Volumen (pro Monat)Bis zu 500 / 501–1.000 / 1.001–5.000 / 5.001–10.000 / 10.001+
Eingehendes Volumen (pro Monat)Ausgeglichen (gleich oder innerhalb von 10 % des ausgehenden Volumens) / Una usgeglichen (die Hälfte des ausgehenden Volumens) / Begrenztes eingehendes Volumen
Anzahl der BenutzerAnzahl der Benutzer pro Telefonnummer, die Zugriff auf nachrichtenfähige Leitungen benötigen
HINWEIS:
Die oben genannten Volumina dienen Planungszwecken und stellen keine Aircall SMS-Beschränkungen dar.

Lokale Anforderungen und Branchenpraktiken

Unternehmen sollten stets sicherstellen, dass ihre Nachrichtenaktivitäten mit lokalen Gesetzen und Vorschriften übereinstimmen. Die Anforderungen variieren je nach Land.

Achtung: Aircall empfiehlt dringend, einen qualifizierten lokalen Rechtsberater zu konsultieren, um die vollständige Einhaltung nationaler Vorschriften und Branchenstandards sicherzustellen.

Zum Beispiel:

  • Vereinigte Staaten: Für Kampagnen verwendete Messaging-Telefonnummern müssen registriert sein. 
  • Kanada und die Vereinigten Staaten: Für SMS verwendete gebührenfreie Nummern müssen verifiziert sein.

Verbotene Inhalte und Anwendungsfälle

Aircall und seine Anbieter verbieten alle Inhalte, die illegal, schädlich, unangemessen oder irreführend sind, selbst wenn sie gesetzlich erlaubt sind.

Beispiele für verbotene Inhalte

  • Hassrede, Belästigung oder Aufstachelung zu Gewalt
  • Phishing- oder betrügerische Nachrichten
  • Malware oder Viren
  • Inhalte, die darauf abzielen, Carrier-Filter zu umgehen (z. B. „snowshoeing“)
  • Täuschende oder risikoreiche Marketingmethoden (z. B. Pyramidensysteme, Glücksspiel, „Reich-werden“-Angebote)

Zusätzliche verbotene Praktiken

Vermeiden Sie die Verwendung von Buchstaben- oder Zahlensubstitutionen wie „Fr33“ statt „Free“ oder „S@ve“ statt „Save“.

Hinweis: Nachrichten in diesem Stil verstoßen gegen die Verhaltensregeln der Netzbetreiber. Sie können als Spam blockiert werden und zur Sperrung Ihrer 10DLC-Kampagne führen.
Achtung: 10DLC-Kampagnen gelten nur für US-Nummern.

Bewährte Verfahren für Nachrichten

Opt-in

Empfänger müssen zustimmen, kommerzielle Textnachrichten zu erhalten. Die Art der erforderlichen Zustimmung hängt vom Nachrichtentyp ab:

Art der NachrichtArt der Zustimmung
KonversationellImplizit, wenn ein zweiseitiger Austausch zu einem bestimmten Thema stattfindet, insbesondere wenn dieser vom Kunden initiiert wurde.
InformativGegeben, wenn der Empfänger Kontaktdaten angibt, um Updates zu erhalten (z. B. über ein Website-Formular).
WerblichMuss schriftlich erfolgen, typischerweise über ein Opt-in-Formular, insbesondere für Marketinginhalte mit Handlungsaufforderungen.
Tipp: P:
Für Werbekampagnen sollten klare Erwartungen hinsichtlich der Nachrichtenhäufigkeit gesetzt werden – besonders wenn Sie planen, mehr als fünf Nachrichten pro Monat zu senden.

Opt-out

Kunden müssen die Möglichkeit haben, den Erhalt von Werbenachrichten zu stoppen. Der Opt-out-Prozess beinhaltet oft Anweisungen wie „Senden Sie STOP zum Abmelden“ oder einen Link zu einem Abmeldeformular.

  • Wenn ein Empfänger mit einem Opt-out-Schlüsselwort antwortet (z. B. STOP, UNSUBSCRIBE, CANCEL), dürfen keine weiteren Nachrichten gesendet werden.
  • Die meisten Aircall SMS-fähigen Nummern enthalten standardmäßig eine Opt-out-Funktion. Bestätigen Sie dies mit unserem Customer Success Team.
  • In den Vereinigten Staaten blockiert das Antworten mit einem Opt-out-Schlüsselwort automatisch weitere Nachrichten von dieser Nummer und sendet eine Bestätigung: „Sie wurden erfolgreich abgemeldet. Sie erhalten keine weiteren Nachrichten von dieser Nummer. Antworten Sie mit START, um sich erneut anzumelden.“
Hinweis: Die automatische Sperrliste funktioniert nur auf Nummernebene. Wenn Sie Nachrichten von mehreren Nummern senden, müssen Sie manuell sicherstellen, dass die Nummern der Empfänger über alle Nummern hinweg gesperrt sind, oder einen spezialisierten Aircall-Partner verwenden.

Absenderidentifikation

Fügen Sie in Ihren Nachrichten klare Geschäftsidentifikationsinformationen ein. Je nach Land kann dies entweder in der ersten Nachricht oder in jeder Nachricht erforderlich sein.

Nachrichtenlänge und URLs

Um die Filterung durch Netzbetreiber zu vermeiden, beachten Sie bitte die folgenden bewährten Verfahren:

  • Halten Sie Nachrichten unter 250 Zeichen
  • Vermeiden Sie URL-Verkürzer (z. B. bit.ly, tinyurl)
  • Vermeiden Sie es, Domains oder Subdomains in Nachrichten zu wechseln
  • Vermeiden Sie weiterleitende URLs, die die endgültige Zielwebsite verschleiern

Whitelist für SMS-Verkehr

Einige Länder beschränken das Versenden kommerzieller Nachrichten außerhalb der Geschäftszeiten. In den Vereinigten Staaten sollten keine Nachrichten an nicht SMS-fähige Nummern gesendet werden, da diese nicht zugestellt werden und Ihre Nummer blockiert werden könnte. Sie können Nummern vor dem Versand von Nachrichten mit einem Lookup-Service wie numverify.com überprüfen.

Abgleich von Nummern mit Do-Not-Contact-Registern

Viele Länder führen Do-Not-Contact- oder Do-Not-Disturb-Register, in denen Personen sich vom Empfang kommerzieller Kommunikation abmelden können. Überprüfen Sie Ihre Kontaktlisten stets vor dem Versand von Nachrichten mit diesen Registern.

SMS-Einschränkungen

Weitere Informationen zu SMS-Konformität, Ratenlimits und regionalen Beschränkungen finden Sie in den folgenden Artikeln:

Außerhalb dieser regionalen Regeln gilt bei Aircall ein Standardlimit von 10.000 Nachrichten pro Benutzer und Monat (gemessen in Nachrichtensegmenten).

Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und stellt keine Rechtsberatung dar. Konsultieren Sie stets professionelle Beratung für Anweisungen zu Ihrer spezifischen Situation.